Sonntag, 01.11.15
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Dieser Artikel wurde von Manfred Jura geschrieben und 3833 mal gelesen.
Ringerweltklasse auf der Matte der Fläminghalle
Der LSC unterliegt dem Favoriten deutlich mit 6:16
Erik Weiß beherrschte seinen Gegner Marc-Antonio von Tugginer, beim 8:0 wollte er mehr, gab aber einen Punkt ab und holte zwei Mannschaftspunkte.

Erik Weiß beherrschte seinen Gegner Marc-Antonio von Tugginer, beim 8:0 wollte er mehr, gab aber einen Punkt ab und holte zwei Mannschaftspunkte.

Luckenwalde. Es scheint dem KSV Köllerbach nicht völlig egal zu sein, auf welchem Tabellenplatz die Vorrunde beendet wird. Mannschaftsleiter Geid brachte nach Luckenwalde sein Orchester in Bestbesetzung auf die Matte. Der LSC konnte wegen eines Trainingslagers den Norweger Baldauf nicht einsetzen. Damian Hartmann unterstützt seine Frau bei der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes, Alexander Maksimovic bat um eine kurze Auszeit, die ihm gewährt wurde.

So sprangen die Freistiler Felix Menzel und Timofei Xendis bis 75 kg, bzw. 98 kg im klassischen Stil ein. Von Menzel wusste man, dass er auch den Klassikern große Probleme bereiten kann. Das bewies er einst im Kampf gegen den Schweden Samuelsson, Xenidis ist auch griechischer Meister im klassischen Stil.

Den Auftakt machte Stefen Grigorov gegen den jungen Dennis Decker. Der Bulgare, der bisher nie gegen Decker gewinnen konnte, machte die ersten Punkte und führte nach zwei Rollen mit 4:0. Dachte man, es wäre ein sicheres Polster für einen knappen Sieg, da irrte man. Decker nutzt die angeordnete Bodenlage für Grigorov und kam zum Ausgleich. Unverständlich das taktische Unvermögen des Bulgaren. 10 Sekunden vor dem Ende gelang ihm die 7:5 – Führung. Mit einer herrlichen artistischen Einlage, Decker sprang über Grigorov hinweg, kam hinten ran und brachte ihn mit dem Schlusspfiff des Kampfleiters Jähnichen aus Gelenau auf den Boden. Statt 1:0 stand es 0:1.

Dann folgten die Riesen. Nik Matuhin musste gegen den gleichaltrigen Ukrainer Oleksandr Khotsianviskyi antreten. Das Bemühen ist dem Luckenwalder nicht abzusprechen, es fehlten jedoch die punktebringenden Aktionen. Der Ukrainer, immerhin Fünfter der WM von 2014, machte die Punkte und siegte mit 6:0. Zu allem Überfluss legte sich Matuhin mit dem, meiner Meinung nach im ersten Abschnitt nicht überzeugenden Kampfleiter an und erhielt die gelbe Karte.
Immer nach gern gesehen ist in Luckenwalde der einstige LSC – Star Radoslaw Velikov. Mittlerweile 32 Jahre alt, fehlt ihm eventuell die Spritzigkeit der früheren Jahre. Auf der Matte mühte sich der junge Bulgare Vangelov redlich. Taktisch klug, brachte Velikov ein 2:1 über die Zeit.

Xenidis musste nun fremdgehen und das gegen einen Exweltmeister. Der Franzose Noumonvi gewann schon früher in dieser Klasse gegen Mirko Englich. Warum auch immer, Kampfrichter Jähnichen griff meiner Meinung zu früh in die Verwarnungskiste. In der 5. Minute war der Kampf zu Ende.
Im klassischen Stil beherrschte Erik Weiß seinen Gegner von Tugginer recht deutlich. Beim 8:0 wollte er noch mehr und gab einen Punkt ab. Weiß siegte mit 2:0.
Zur Pause führte der Gast klar mit 8:2 Punkten.

In der Pause dankte Herr Seidel vom Radteam Seidel für das Verständnis des LSC und der Zuschauer wegen der Unannehmlichkeiten anlässlich der Radcrossveranstaltung am folgenden Tage.

Martin Obst musste nach der Pause ran. Sein Gegner, der Litauer Armands Zvirbulis, immerhin Neunter der WM in dieser Gewichtsklasse und 4,3 kg schwerer als Obst, war der klare Favorit. Was schert sich aber der Berliner um Namen und Titel. Er versucht immer, das Beste raus zu holen. Mit Dampf ging Obsti vorwärts und führte mit 1:0. Zvirbulis machte einen passiven Eindruck und erhielt die Angriffszeit. Das bedeutet, er musste innerhalb von 30 Sekunden punkten. Das gelang dem Litauer nicht. Obst baute auf 2:0 aus. Nach der zweiten Angriffszeit für Zvirbulis lag Obst mit 3:0 vorne. Am Ende gelang dem Litauer noch das 2:3, mehr ließ Obst nicht mehr zu.

Im Freistil bis 66 kg standen sich mit Michel Schneider und Martin Daum zwei Athleten gegenüber, deren gemeinsame Jugendzeit als Ringer in Seeheim-Jugendheim liegt. Beide beherrschten einander, die Reserven beim Köllerbacher waren am Ende etwas größer, er siegte mit 3:1.

Dann folgte ein Leckerbissen. Weltmeister Belenyuk traf auf den Ex – Weltmeister Yanakiev. Der Bulgare stand auch mal in Diensten des LSC, machte aber keinen Kampf. Der Titel des Bulgaren stammt aus dem Jahre 2007 und wurde von ihm im Limit bis 74 kg erkämpft. Spannung lag aber deshalb im Raum, weil Yanakiev gegen den Schweden Pettersson von der RWG Mömbris – Königshofen sicher mit 3:0 gewann, Belenyuk am vergangenen Wochenende nur mit 4:3. Zudem verletzte sich der Ukrainer leicht. Auf der Matte zeigte sich dann die weltmeisterliche Klasse des Zhan Belenyuk, er marschierte vorwärts und machte bei angeordneten Bodenlagen seine Punkte. Dem Bulgaren gelang erst beim 12:0 die einzige Wertung. Belenyuk siegte mit 12:1 und brachte den LSC auf 6:9 heran.

Felix Menzel überraschte mit der ersten Aktion seinen Gegner Timo Badusch und führte mit 2:0. Dann nahm aber das Schicksal seinen Lauf. Badusch ist unter den Klassikern ein Werfertyp. Ein sehenswerter Wurf über die Brust brachte die einzige Fünferwertung des Abends. Am Ende gewann der Köllerbacher vorzeitig mit 17:2.

Da nützt alles nicht, der Altmeister Andrij Shyyka ist ein Meister seines Faches. Im DM – Finale wurde er von Martin Obst geschultert, am Samstag verwickelte er Lennard Wickel in komplizierte Situationen, der LSC – Mann seinerseits hielt zunächst auch ordentlich mit. Der Saarländer gewann dann mit 12:4 und sein KSV behauptete mit 16:6 die Tabellenspitze.

Alle Skepsis nützt nichts, alles „wenn und aber“ auch nicht. Mit Maksimovic und Baldauf wäre es vielleicht gegangen.
Der LSC scheint für die Endrunde gut gerüstet, das Publikum war recht zufrieden.


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Tabelle Regionalliga
  • 1.AVG Markneukirchen36:036
    2.WKG Pausa/ Plauen24:1212
    3.RV Thalheim24:1212
    4.KG Frankfurt/ Eisenhüttenstadt23:1310
    5.1. Luckenwalder SC21:156
    6.RSK Gelenau20:164
    7.KFC Leipzig16:20-4
    8.RC Germania Potsdam7:29-22
    9.SV Luftfahrt Berlin5:31-26
    10.RVE Lugau4:32-28
  • 1.AVG Markneukirchen18:018
    2.KG Frankfurt/ Eisenhüttenstadt15:312
    3.1. Luckenwalder SC12:66
    4.RSK Gelenau12:66
    5.RV Thalheim12:66
    6.WKG Pausa/ Plauen11:74
    7.KFC Leipzig10:82
    8.SV Luftfahrt Berlin4:14-10
    9.RVE Lugau4:14-10
    10.RC Germania Potsdam3:15-12
  • 1.AVG Markneukirchen18:018
    2.WKG Pausa/ Plauen13:58
    3.RV Thalheim12:66
    4.1. Luckenwalder SC9:90
    5.RSK Gelenau8:10-2
    6.KG Frankfurt/ Eisenhüttenstadt8:10-2
    7.KFC Leipzig6:12-6
    8.RC Germania Potsdam4:14-10
    9.SV Luftfahrt Berlin1:17-16
    10.RVE Lugau0:18-18
Tabelle Landesliga Gruppe Nord
  • 1.SC Roland Hamburg12:48
    2.1. Hennigsdorfer RV12:48
    3.RV Hannover10:64
    4.1. Luckenwalder SC II6:10-4
    5.Türkischer RV Berlin0:16-16
  • 1.SC Roland Hamburg6:24
    2.1. Hennigsdorfer RV6:24
    3.RV Hannover4:40
    4.1. Luckenwalder SC II4:40
    5.Türkischer RV Berlin0:8-8
  • 1.RV Hannover6:24
    2.1. Hennigsdorfer RV6:24
    3.SC Roland Hamburg6:24
    4.1. Luckenwalder SC II2:6-4
    5.Türkischer RV Berlin0:8-8
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