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1. Luckenwalder Sportclub

Luckenwalderinnen setzen Ausrufezeichen bei der U17-DM

Starke Leistungen, große Emotionen und eine Titelverteidigung
Mittwoch, 25.03.26
Author Steven Müller | Aufgerufen 350
Frauen

Mit Leidenschaft, Mut und beeindruckender Qualität präsentierten sich die Athletinnen des 1. LSC bei den Deutschen Meisterschaften der U17 in Frankfurt (Oder). Zwischen starken Einzelleistungen, dramatischen Kämpfen und einer erfolgreichen Titelverteidigung zeigte sich einmal mehr: Luckenwalde gehört zur Spitze im deutschen Frauenringen – und ist bereit für den nächsten Schritt.

Heißer Kampf um Edelmetall – Luckenwalde mittendrin

In diesem Jahr ging es im brandenburgischen Frankfurt (Oder) um die heiß begehrten Medaillen im weiblichen Ringkampf der Altersklassen U14 und U17. Vom 1. LSC gingen in diesem Jahr sechs Athletinnen bei der U17 an den Start. Zusätzlich starteten zwei weitere Mädchen, die in Luckenwalde trainieren, aber für Potsdam auf die Matte gingen. Die Erwartungen waren hoch: Gleich mehrere „Eisen im Feuer“ ließen berechtigte Hoffnungen auf Podestplätze aufkommen – und die Athletinnen lieferten.

Starke Kämpfe, bittere Momente und eine goldene Krönung

Vereinsduell zum Auftakt – Nelly kämpft sich bis ins kleine Finale

Im Klassement bis 53 kg gingen mit Nelly Zierenberg und Lilly Rook gleich zwei Athletinnen für den 1.LSC an den Start. Leider meinte es die Losung mit beiden nicht so gut und schmiss sie direkt für die erste Kampfpaarung zusammen. Lilly, mit Jahrgang 2011 schlug sich gegen Nelly (Jahgang 2009) wacker und versuchte mitzuhalten – konnte Nelly aber keinen Punkt abluchsen. Nelly gewann souverän mit 4:0. Im Anschluss daran musste sich Lilly der Kontrahentin Demir aus Württemberg stellen.

Lilly wollte etwas mehr zeigen als am Vorabend, ging entsprechend intensiver zu Werke. Leider führt die forsche Herangehensweise Lillys auch zu mehreren kleinen Schnitzern, die eben in der neuen Altersklasse, in der Lilly seit diesem Jahr startet, bestraft werden. Lilly verlor technisch unterlegen mit 0:10. Sie schied mit dieser Niederlage aus dem Turniergeschehen aus, während Ela Demir sich im weiteren Turnierverlauf auf Rang 5 platzieren konnte.

Für Nelly ging die Reise am Samstagvormittag ebenfalls weiter: Sie bezwang ihre Kontrahentin Schwald aus Südbaden mit 3:0 Punkten. Im darauffolgenden Kampf stand das vorweggenommene Poolfinale gegen Umlauf aus Hessen auf dem Programm. Nelly, die noch mit einer leichten Schulterblessur zu kämpfen hat, kämpfte aufopferungsvoll, verpasste jedoch, die entscheidende Wertung zu erzielen und musste sich am Kampfende mit 2:0 Punkten geschlagen geben. Im letzten Poolkampf am Samstagabend ging es gegen Ela Demir. Nelly ließ hier nichts anbrennen, dominierte den Kampf nach belieben und gewann technisch überlegen mit 10:0 Wertungspunkten. Somit stand für Nelly am Sonntag gegen Lingscheidt aus NRW das kleine Finale um Bronze auf dem Programm.

Lingscheidt, die Deutschland in den vergangenen beiden Jahren auf internationaler Bühne vertreten hat, ist kein unbeschriebenes Blatt, ebenso wie Nelly. Dennoch fand Lea besser in den Kampf und konnte die ersten Akzente setzen. Nach 4:0 Führung für Lingscheidt wenige Sekunden vor Schluss musste Nelly alles auf eine Karte setzen und war am Ende damit leider nicht erfolgreich. Sie verlor auf Schulter. Am Ende steht für Nelly ein guter 4. Platz!

Weiterhin in der 53 kg Klasse startend, war Nina Giebel (RCG Potsdam). Nina (ebenfalls Jahrgang 2011) zeigte im ersten Kampf am Freitagabend gute Ansätze, konnte aber der Kontrahentin aus Bayern noch nicht die Butter vom Brot nehmen. Sie verlor mit 10:0 Punkten technisch unterlegen. Leider verletzte sich Nina im Verlauf der Erwärmung am Samstagmorgen, sodass sie ihren zweiten Kampf nicht antreten konnte. Sie schied damit aus dem Wettkampfgeschehen aus. Wir wünschen Nina gute Besserung!

Stark besetzt, hart geprüft – Luckenwalder Trio kämpft gegen die nationale Spitze

Auch in der Gewichtsklasse bis 57 kg war der Regionalstützpunkt Luckenwalde reich vertreten. Mit Elaina Schulze, Gina Triebandt (beide 1.LSC) und Mareile Bloßfeld (RC Germania Potsdam). Elaina erwischte ein hartes Los, musste sie gleich gegen die Meisterschaftsfavoritin Heinicke aus Sachsen ran. Elaina warf alles rein, konnte aber nichts anbringen. Sie verlor mit 11:0 Wertungspunkten technisch unterlegen.

Für Gina ging es gegen Coskun aus Hessen ebenfalls am Freitagabend direkt los. Coskun, die bekannt für ihren Kopfhüftwurf ist, brachte diesen, trotz ausdrücklicher Hinweise an Gina trotzdem an und konnte damit den Sieg für sich sichern und Gina damit eine Schulterniederlage zufügen. Für Mareile lief der Turniereinstand deutlich besser: Sie gewann gegen die spätere Vize-Meisterin mit 7:0 Punkten – Flamm aus Südbaden war chancenlos. Leider ging es am Samstagmorgen dann wieder direkt für zwei Athletinnen des 1.LSC gegeneinander: Gina erwischte gegen Elaina den besseren Start, konnte sich jedoch nach einer Unachtsamkeit aus der Festhalte Elainas nicht mehr lösen und verlor auf Schultern. Elaina war somit in der nächsten Runde – Gina ausgeschieden.

Für Mareile ging es im zweiten Kampf gegen Peter aus Berlin, die für sie keine Unbekannte darstellt. Möglicherweise führt das auch zu der leider deutlichen Niederlage, die Mareile am Ende einstecken musste: Sie verlor aufgrund fehlender Souveränität bei Erarbeitung von Punkten mit 7:0. In der dritten Runde ging es für Elaina gegen die spätere deutsche Meisterin Emma Steuer. Elaina zeigt hier leider nicht volle Einsatzbereitschaft, gerade mit Blick auf den Bodenkampf und gab daher den Kampf ziemlich schnell mit 11:0 technisch unterlegen ab. Sie schied damit aus dem Turniergeschehen aus.

Für Mareile ging es im dritten Kampf gegen Klein aus Hessen. Mareile erwischte eigentlich einen guten Start, konnte gut aus der Armklammer arbeiten, verpasst es aber erneut, Wertungspunkte zu erzielen – ihre Kontrahentin punktete jedoch gnadenlos. Somit stand am Ende eine deutliche 16:3 Niederlage für Mareile, die damit im ersten Jahr in der U17 ebenfalls aus dem Turniergeschehen ausschied.

Endplatzierungen: 7. Platz = Elaina Schulze 8. Platz = Mareile Bloßfeld 10. Platz = Gina Triebandt

Comeback einer Kämpferin – Alischa verteidigt ihren Titel mit Nervenstärke

Im Limit bis 61 kg ging Alischa Günther mit dem Ziel an den Start, den Titel aus dem Vorjahr zu bestätigen. Auf dem Weg dahin, erwischte sie gegen Kunz aus Südbaden jedoch keinen guten Start: Sie verlor nach 5:10 Punkten auf Schultern. Der Schock saß tief, aber Alischa kämpfte sich, ähnlich dem Vorjahr, aus dem Loch heraus und konnte ihre zweite Kontrahentin, Rasim aus dem Rheinland, nahezu problemlos schultern. Somit stand sie im Halbfinale und konnte gegen die Pool-Erste, Berndt aus Hessen, der anderen Seite doch noch für das Finale qualifizieren. Alischa kämpfte überaus souverän und effizient, punktete variabel und stellte dadurch frühzeitig großen Abstand her. Sie konnte die Führung danach souverän verteidigen und sich somit für das Finale um die Goldmedaille am Sonntag qualifizieren.

Im vorletzten Kampf des Sonntages rang Alischa ruhig, wollte keine Fehler machen, wenig riskieren. In der ersten Halbzeit fast schon zu wenig. Mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. In Hälfte 2 konnte Alischa jedoch auf 2:1 stellen und versuchte dann, die Führung zu verwalten und den Angriffen der Kontrahentin Langhof (SAS) standzuhalten. Dies gelang ihr mehrfach knapp auf Messers Schneide, ehe sie einen Angriff Langhofs kontern und auf 4:1 stellen konnte. Die anschließende gefährliche Lage hielt Alischa und konnte sich somit die Goldmedaille auch in 2026 sichern. Gratulation an Alischa, die ihre Leistung nach dem Wechsel an die Sportschule Frankfurt (Oder) bestätigen konnte.

Mut zur Entscheidung – Alina krönt sich mit Bronze nach starkem Finish

Die letzte Starterin des LSC war Alina Weiland. Bei Alina wurde ein wenig taktiert, was die Gewichtsklasse angeht. Alina pendelte ihr Gewicht bei ihrer normalen Gewichtsklasse (65 kg) ein. Mit Blick auf die anwesenden Kontrahentinnen entschied sie sich gemeinsam mit Trainer Steven Müller für einen Start in der 69 kg Klasse. Im höheren Klassement waren sie nur zu viert und nach Scouting der Kontrahentinnen stand die Chance auf eine Medaille dort höher, als in der 65. Alina gewann den Kampf gegen die Waage nach Zuhilfenahme einer Flasche Wasser.

Im ersten Kampf erwischte Alina jedoch gegen Grundmann aus Berlin einen Schockmoment: Körperlich unterlegen wurde sie im Beinangriff ausgehoben und auf die Matte geschmissen. Ein Szenario, dass man nicht unbedingt trainiert. Alina verletzte sich bei der Aktion glücklicherweise nicht, verlor jedoch im Nachgang dessen auf Schultern. Im zweiten Duell am Samstagvormittag ging es dann gegen Pastow aus Henningsdorf (BRB). Die Marschrichtung für Alina war, den Kampf lange eng halten, um das möglicherweise eng gestrickte Nervenkonstüm der Kontrahentin auszunutzen – und der Plan wäre fast aufgegangen. Alina lag zwar mit 2:0 hinten, Pastow startete jedoch einen lang eingesprungenen Beinangriff, den Alina unter normalen Umständen sicher abwehrt und im Anschluss eine Wertung für sich erzielt. Es hätte 2:2 stehen können – aber wie heißt der Spruch so schön… „Hätte hätte Fahrradkette.“ Alina arbeite die Situation unsauber ab, fiel in die Bodenlage und musste sich im Anschluss dessen einem Armhebel beugen und verlor auf Schultern.

Das sind Situationen, aus denen die jungen Athletinnen lernen müssen – auch Alina ist mit Jahrgang 2011 im ersten Jahr der U17 unterwegs. Im letzten Kampf ging es dann gegen Rankl, aus Bayern. Die Auserkorene, die bereits vorab als „machbar“ auf dem Weg zur Medaille eingestuft wurde… Und Alina lieferte: Alina holte sich Wertung um Wertung, konnte zur Pause bereits eine hohe Führung verbuchen, ehe sie in der zweiten Runde mit der letzten Wertung den Sprung auf Rang 3 perfekt machte. Glückwunsch an Alina zur ersten Meisterschaftsmedaille in deiner noch jungen Karriere – mögen weitere folgen!

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Somit kann sich nach 2025 auch das Gesamtergebnis des 1. LSC in 2026 sehen lassen. Der Verein bestätigte seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung der Vereine und ist erneut zweitbester Club im weiblichen Ringkampf der Altersklassen U14 und U17. Nur der AC Ückerath lag – wie im Vorjahr – noch vor den Luckenwalderinnen. Doch der Abstand schrumpft: Waren es im letzten Jahr noch sieben Punkte, sind es diesmal nur noch sechs. Die Richtung ist klar – und die Kampfansage steht: Luckenwalde ist bereit, ganz oben anzugreifen.

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