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1. Luckenwalder Sportclub

Herzschlag-Duell in Hamburg

Luckenwalder Ringer kämpfen, müssen aber Rückschlag hinnehmen
Mittwoch, 19.11.25
Author Dennis Nowka | Aufgerufen 1299
Oberliga

Am Samstagabend erlebten die Luckenwalder Ringer ein Duell voller Spannung, Kampfgeist und dramatischer Wendungen. Beim direkten Tabellennachbarn in Hamburg standen Nerven, Kampf und Teamgeist auf dem Prüfstand. Am Ende war die Niederlage bitter, doch die Chance auf die Tabellenspitze lebt weiter.

Ein Auftakt voller Spannung

Am 15. November reiste der 1. LSC nach Hamburg zum direkten Duell gegen den Tabellenzweiten – ein Match, das von Anfang an wie ein Herzschlag-Duell angekündigt war. Schon vor dem Anpfiff standen die Trainer Andreas Zabel und Sebastian Möser vor einer Herkulesaufgabe: Krankheit und Verletzungen zwangen zu Umstellungen, jeder Einsatz wurde zur entscheidenden Wette auf Kampf und Teamgeist.

Die Erinnerungen an den Hinkampf in Luckenwalde waren noch präsent: Ein denkbar knapper 14:13-Sieg hatte gezeigt, dass die Hamburger alles andere als ein leichter Gegner sind. Alarmiert und fokussiert wusste jeder Ringer: Wer die Punkte nach Luckenwalde bringen wollte, musste an seine Grenzen gehen – doch nicht jeder konnte an diesem Abend seine volle Leistung abrufen. Die Bühne für Dramatik und packende Kämpfe war also bereitet.

Kampf um jeden Punkt – Höhen und Tiefen auf der Matte

Mansur Makoiev (57 kg, griechisch-römisch) eröffnete den Abend mit einem offenen Schlagabtausch gegen Morteza Nawabi. Kurzzeitig schien Mansur die Oberhand zu gewinnen, als er seinen Gegner in der Brücke hielt – doch Nawabi kämpfte sich zurück und drehte den Kampf. In den letzten Sekunden riskierte Mansur eine Schleuder zu viel und musste sich auf Schultern geschlagen geben – ein dramatischer Auftakt, der die Spannung sofort steigen ließ.

Francis Much (130 kg, griechisch-römisch) setzte ein Ausrufezeichen: Mit präzisen Würfen und kontrollierten Rollen dominierte er Peter Groß und sicherte sich einen souveränen 11:4-Sieg. Ein Moment, der Hoffnung aufkeimen ließ.

Henry Lamitschka (61 kg, Freistil) zeigte eindrucksvoll, dass harte Vorbereitung sich auszahlt: Mit akribischer Gewichtsreduzierung und disziplinierter Umsetzung der taktischen Vorgaben besiegte er Edem Zahainov auf Schultern.

Limit bis 98 kg: Krankheits- und verletzungsbedingt konnten die Luckenwalder keinen Athleten stellen – die Hamburger sicherten sich kampflos vier Punkte.

Mykolo Levchenko (66 kg, griechisch-römisch) sprang kurzfristig ein und holte den nächsten Punkt: Gegner Eren Murat wurde disqualifiziert, nachdem er wiederholt die Aktionen von Mykolo wegen Beinarbeit blockierte. So gingen die Luckenwalder zur Pause mit einer knappen 10:8-Führung in die Kabine – noch schien alles nach Plan zu laufen.

Doch danach folgte ein Rückschlag: Kevin Siegert (71 kg, Freistil) betrat zum ersten Mal in dieser Saison die Matte und stellte sich im Dienst der Mannschaft. Sein Gewichtsnachteil von sieben Kilo waren spürbar. Gegen Khalid Bashtygov hielt er zwar lange stand, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

Luca Schmal (75 kg, griechisch-römisch) entzündete im Anschluss ein wahres Feuerwerk: Mit sehenswerten Würfen dominierte er die Matte, am Ende fehlte nur ein Punkt zum technisch überlegenen Sieg.

Im Freistil bis 80 kg enttäuschte Akhmed Arsanov gegen den talentierten Magomed Agaev und verlor deutlich mit 21:4, während Zelimkhan Dzhantkanov (86 kg, griechisch-römisch) von Vitush Nikoghosyan immer wieder ausgekontert wurde und den Kampf mit 17:2 abgeben musste. Die Enttäuschung stand den Luckenwaldern ins Gesicht geschrieben – ein Abend voller Hochs und Tiefs.

Rückschlag, aber noch lange nicht verloren

Die zweite Niederlage in Folge bedeutete für den 1. LSC einen bitteren Rückschlag: Die Tabellenführung ging verloren, die Hamburger übernahmen die Spitze, Luckenwalde rutschte auf Rang drei ab.

Doch noch ist nichts entschieden. Mit drei verbleibenden Kämpfen – während die Hamburger bereits einen mehr bestritten haben – bleibt die Chance auf die Tabellenspitze lebendig. Jetzt gilt es, die Niederlagen abzuschütteln, die Kräfte zu bündeln und am 29. November gegen WKG Magdeburg-Wernigerode mit voller Power, unbändigem Einsatz und kompromissloser Kampfmentalität jeden Punkt zu erkämpfen. Die Mission „Rückeroberung der Spitze“ hat begonnen.

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