100 Jahre Ringkampfsport in Luckenwalde

Ralf Schmidtgen, Schulleiter der jetzigen Sportbetonten Gesamtschule kämpfte für die Wiedereinrichtung einer Sportschule in Luckenwalde. Von der Sportbetonten Gesamtschule Luckenwalde wurde der ehemals erfolgreiche Ringer und Trainer, Michael Kleinschmidt, übernommen und dadurch die Förderung junger Ringer über das Wahlfach Ringen an der Schule gesichert. 1992 werden durch eine Vereinbarung zwischen dem Ministerium Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und dem Ringer-Verband Brandenburg Landesleistungsstützpunkte für eine Förderung des Nachwuchses eingerichtet. Mit der Gründung des Olympiastützpunktes Potsdam verbessern sich die Möglichkeiten einer leistungssportlichen Betreuung von Kadersportlern des Deutschen Ringer-Bundes.

Laufbahnberatung und Betreuung, sowie die Sicherung leistungsdiagnostischer Verfahren gehören wieder zum Standard einer Spitzensportförderung. Heiko Röll erhält über den Olympiastützpunkt Potsdam eine Traineranstellung und übernimmt die Betreuung der Anschlusskader des Deutschen Ringer-Bundes.

Bundesliga Mannschaft 1994 - Hintere Reihe von links: Heiko Balz, Sören Höhmke, Andreas Zabel, Erik Hahn, Peter Leuschner, Olaf Bock, Michael Kothe, André  - Vordere Reihe von links: Daniel Wilde, Daniel Heim, Oleg Kutscherenko, Dennis Nowka

Bundesliga Mannschaft 1994 - Hintere Reihe von links: Heiko Balz, Sören Höhmke, Andreas Zabel, Erik Hahn, Peter Leuschner, Olaf Bock, Michael Kothe, André - Vordere Reihe von links: Daniel Wilde, Daniel Heim, Oleg Kutscherenko, Dennis Nowka

Die Teilnahme an den Wettkämpfen der 1. Bundesliga verlangt zunehmend eine größere Konzentration der Kräfte und finanziellen Mittel zur Sicherung des Klassenerhalts. Das Engagement der Luckenwalder Firmen und der Sponsoren aus der Region Teltow-Fläming ist der Garant für den Spitzensport Ringen in Luckenwalde. Trotzdem müssen sich die Vereine, 1. Luckenwalder Sportclub und der RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder, 1994 zur Bildung einer Wettkampfgemeinschaft für die 1. Bundesliga entschließen. Dem Leistungsdruck der Bundesligavereine in den alten Bundesländern durch die Internationalisierung der Mannschaften, ist weder Luckenwalde noch Frankfurt/ Oder gewachsen. Mit der Ringer-Wettkampf-Gemeinschaft konnte der Leistungsabfall verhindert werden.

Luckenwalder Ringer wie René Schiekel, Olrik Meißner und Mario Büttner schließen sich 1996 wieder ihrem ehmaligen Verein an. Mit den Siegen über AC Goldbach und VfK Schifferstadt in der Bundesliga Vorrunde 1996 rückt die RWG Luckenwalde/Frankfurt Oder in den Kreis der Favoriten auf. Ein 4. Platz im Abschluß der Vor- und Rückrundenkämpfe bestätigte den Aufwährtstrend des Luckenwalder Ringkampfsports.

Während in Luckenwalde die Leistungsbasis bis 1997 verbreitert werden konnte, gelingt gleiches den Frankfurtern nicht. Die Bundesligamannschaft 1997 wird fast ausschließlich von Luckenwalder Ringern getragen. Die Aufrechterhaltung der Wettkampfgemeinschaft mit Frankfurt Oder wird dadurch zum formalen Akt. Eine Konzentration auf die eigenen Kräfte stellt eine neue Herausforderung für den Vorstand des Luckenwalder Sportclubs dar.

Seit der Saison 1998/99 startet die Mannschaft wieder als 1. LSC in der Bundesliga. Nach über 100 Jahren Ringkampfsport in Luckenwalde hat dieser Sport der Stadt in Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus eine Prägung gebracht: Ringerhochburg Luckenwalde.

(Autor: Dr. Helmut Börner)
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