Freitag, 30.01.09
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Dieser Artikel wurde von Detlef Braune geschrieben und 15403 mal gelesen.
Der dritte Anlauf
Luckenwalde muss im Finale sieben Zähler aufholen
Alexej Gloushkov schulterte im Finale 2008 Konstantin Schneider vom KSV Köllerbach.

Alexej Gloushkov schulterte im Finale 2008 Konstantin Schneider vom KSV Köllerbach.

    Luckenwalde. Zweimal ging die Aufholaktion gegen den KSV Köllerbach schief, im dritten Anlauf soll es nun endlich klappen: Der 1. Luckenwalder SC (LSC), deutscher Meister von 2006, ist heiß auf den zweiten Titelgewinn. Im Finalrückkampf gegen die Saarländer am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Fläminghalle muss der Gastgeber einen Rückstand von sieben Punkten (16:23) wettmachen.



    „Das biegen wir um. Wir gewinnen sieben von den zehn Kämpfen“, sagt LSC-Co-Trainer Andreas („Zappel“) Zabel voraus. Der 37-Jährige hatte das Ende seiner Laufbahn immer wieder aufgeschoben. Viermal sprang er in dieser Saison noch mal auf der Matte ein. „Doch jetzt ist Schluss, ich trainiere nicht mehr.“



    Um so mehr kann er sich den Athleten widmen. Und diese brennen wie Alexej Gloushkov und Serafin Barzakov, die beim Hinkampf Niederlagen einstecken mussten. „Im Rückkampf schlage ich Konstantin Schneider“, verkündete der 33-jährige Gloushkov.



    „Ich muss nicht reisen, bin ausgeschlafen und kann jeden Tag trainieren“, so der Moskauer, der zusammen mit anderen ausländischen Assen die ganze Woche in Luckenwalde verbringt. Seinen Dauerrivalen Schneider hatte er zuvor stets beherrscht, auch beim Finale der Weltmeisterschaft 2003.



    Die Brandenburger wollen gegenüber dem ersten Duell auch vom Wechsel der Stilarten in den beiden unteren und den beiden oberen Gewichtsklassen profitieren. Beim Gegner rückt mit einiger Sicherheit der im Hinkampf siegreiche Freistilspezialist Vladimir Togusov eine Klasse höher (60 kg). „Mister Beinschraube“ wird der 41-jährige Fuchs genannt. LSC-Könner Radoslav Velikov will ihm nun die Grenzen aufzeigen. Togusov wurde einst als Sohn eines sowjetischen Offiziers in Potsdam geboren. In Soul wurde er 1988 Olympiadritter. Der Dauerbrenner ist lange eingedeutscht und ringt seit elf Jahren für Köllerbach.



    Zweimal drehten die Köllerbacher in den vergangenen zwei Jahren in den Finales auf und den Luckenwaldern den Hahn zu. Die Hypothek von jeweils zehn Punkten Rückstand nach den Hinkämpfen war vom LSC nicht mehr abzutragen. Diesmal sind es immerhin drei weniger.



    Falls der LSC den Titeltraum nicht endlich verwirklicht, dürfte zumindest ein Mann milder gestimmt sein als 2007 und 2008: Aufsichtsratschef Reinhardt Töpel. Im Oktober lag der LSC finanziell am Boden, sogar das Aus drohte. Drei Monate später sagt Töpel: „Der Laden ist gerettet, der Aufsichtsrat zeigt sich in alter Stärke. Als Herbert Vogler die für die Finanzen zuständige Nelson GmbH übernahm, floss auch wieder das Geld von den Sponsoren. Das war entscheidend.“


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