Greco lebt – Die Rückkehr einer Erfolgsgeschichte
Von großen Erfolgen, einem frühen Einschnitt und der erfolgreichen Rückkehr des Griechisch-Römischen Ringens beim 1. LSC
Das Griechisch-Römische Ringen hat in Luckenwalde eine lange und erfolgreiche Tradition. Nach großen Erfolgen in den 1990er-Jahren folgte im Jahr 2000 ein tiefer Einschnitt, der Greco aus der Stadt verschwinden ließ. Mit der Aberkennung des Bundesstützpunktstatus 2017 wurde diese Struktur jedoch aufgehoben, und die drei Stilarten konnten wieder an den beiden Sportschulstandorten Frankfurt (Oder) und Luckenwalde angeboten werden. Mit Mut, Engagement und einem klaren sportlichen Konzept hat der 1. Luckenwalder SC das Griechisch-Römische Ringen 2022 neu etabliert – und schreibt seitdem wieder Erfolgsgeschichte in der Stadt.
Eine Hochburg des Griechisch-Römischen Ringens
Bereits ab Mitte der 1990er-Jahre entwickelte sich Luckenwalde zu einer der erfolgreichsten Adressen des Griechisch-Römischen Ringens in Deutschland. Unter der Führung der Trainer Jörn Levermann und Heiko Röll feierten die Luckenwalder Athleten in nahezu allen Altersklassen große Erfolge. Zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften machten den Standort deutschlandweit bekannt. Auch Sebastian Möser gehörte zu dieser goldenen Generation und krönte seine Jugendkarriere mit mehreren Deutschen Meistertiteln – ein Sinnbild für die hohe Qualität der damaligen Ausbildung in Luckenwalde.
Der Einschnitt zur Jahrtausendwende
Bereits im Jahr 2000 kam es zu einem entscheidenden Wendepunkt. Mit der strukturellen Neuausrichtung des Ringens in Brandenburg und der Aufteilung der Stilarten auf jeweils einen Landesstützpunkt verlor Luckenwalde das Griechisch-Römische Ringen. Fortan wurde beim 1. Luckenwalder SC ausschließlich der Freistil gefördert. Einige Athleten aus den erfolgreichen Jahren blieben dem Verein zwar treu und trainierten individuell weiter, viele der größten Nachwuchshoffnungen wechselten jedoch gemeinsam mit Trainer Jörn Levermann an den Stützpunkt nach Frankfurt (Oder). Für Greco begann in Luckenwalde eine lange Durststrecke.
Das Comeback des Griechisch-Römischen Ringens
Ein entscheidender Impuls für den Neustart kam bereits zum 1. Januar 2017. Mit der Aberkennung des Bundesstützpunktstatus von Luckenwalde wurde die im Jahr 2000 eingeführte Strukturveränderung aufgehoben. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, an den beiden Sportschulstandorten wieder alle drei Stilarten anzubieten – ein wichtiger Schritt für die sportliche Vielfalt und die Zukunft des Ringens in der Region. Fünf Jahre später wagte der 1. Luckenwalder SC bewusst den nächsten Schritt und leitete die Rückkehr des Griechisch-Römischen Ringens ein. Mit Sebastian Möser konnte ein Trainer gewonnen werden, der den Standort wie kaum ein anderer verkörpert. Nach seiner eigenen Ausbildung in Luckenwalde und erfolgreichen Jahren als Trainer am Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) brachte er nicht nur umfangreiches Fachwissen, sondern auch eine klare Vision mit: den nachhaltigen Aufbau einer leistungsstarken und erfolgreichen Nachwuchsgruppe im griechisch-römischen Stil – fest verankert in Luckenwalde und mit Blick auf die nationale Spitze.
Frühe Erfolge als Bestätigung
Schon 2023 zahlte sich diese Entscheidung eindrucksvoll aus. Bei den Deutschen Meisterschaften sicherten sich Luka Schmal und der gebürtige Luckenwalder Alexander Grimm sensationell zwei Goldmedaillen. In den Folgejahren setzte sich die Entwicklung fort: 2024 gewann Francis Muoh Silber, Justin Hahn erkämpfte Bronze. 2025 krönte Francis Muoh seine Leistung mit dem Deutschen Meistertitel, während Arthur Kinas als Vizemeister ein starkes Zeichen setzte. Der eingeschlagene Weg ist klar – Greco ist zurück in Luckenwalde und wieder fest in der nationalen Spitze verankert.



